Wir über uns

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Wir sind eine Gruppe von studentischen Aktiven der Medizinischen Fakultät an der Uni Hamburg, die die umfassende Verwirklichung des universellen Menschenrechts auf Gesundheit zum Ziel hat.

Gesundheit verstehen wir dabei im Sinne der Verfassung der Weltgesundheitsorganisation WHO (1946) als einen „Zustand völligen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Freisein von Krankheit oder Gebrechen“.

Insofern treten wir ein für eine Medizin, die sich an den folgenden drei Leitgedanken orientiert:

  • Dem ärztlichen Ethos des Hippokratischen Eids (in seiner aktualisierten Form, der Genfer Deklaration des Weltärztebundes von 1948) als Prämisse für die medizinische Praxis, das Gesundheitswesen, die medizinische Wissenschaft und das Studium:
    Bei mei­ner Auf­nah­me in den ärzt­li­chen Be­rufs­stand ge­lo­be ich fei­er­lich: mein Le­ben in den Dienst der Mensch­lich­keit zu stel­len. Die Ge­sund­heit mei­nes Pa­ti­en­ten soll obers­tes Ge­bot mei­nes Han­delns sein. Ich werde […] selbst unter Bedrohung meine ärztliche Kunst nicht in Widerspruch zu den Geboten der Menschlichkeit anwenden.
  • Der Verwirklichung des ersten Gebots allen heilerischen Handelns: „Primum non nocere! – Zuallererst: keinen Schaden zufügen!“ als Maxime für jegliches, alltägliches Handeln. Der Mensch sei dem Menschen ein Freund.
  • Der Wahrnehmung des gesellschaftlichen Veränderungsauftrags der Medizin gemäß der Grundsatzerklärung der WHO von 1978:
    Eine wirtschaftliche und soziale Entwicklung auf der Grundlage einer neuen Weltwirtschaftsordnung ist von grundlegender Bedeutung für die möglichst weitgehende Verwirklichung von Gesundheit für alle und für die Verringerung der Kluft zwischen entwickelten Ländern und Entwicklungsländern in Bezug auf den Gesundheitszustand der Bevölkerung. Die Förderung und der Schutz der Gesundheit der Menschen sind eine wesentliche Voraussetzung für eine anhaltende wirtschaftliche und soziale Entwicklung und ein Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität und zum Frieden in der Welt.

In diesem Sinne wirken wir für eine umfängliche Humanisierung von Gesellschaft, Gesundheitswesen, Studium und Alltag – sozial, politisch und kulturell.

Wir kooperieren mit anderen fortschrittlichen Personen und Gruppierungen in der studentischen Interessenvertretung (z.B. dem Studierendenparlament), in der Akademischen Selbstverwaltung (z.B. dem Fakultätsrat), in zivilgesellschaftlichen Bündnissen und Organisationen (z.B. mit Gewerkschaften, IPPNW, vdää, etc.), in Parteien (z.B. jusos/SPD, LINKE) und in außerparlamentarischen Bewegungen (bspw. der Friedensbewegung, in Aktivitäten gegen Rechts und soziale Ungleichheit). So wirken wir momentan u.a. für eine emanzipatorische Studienreform, für die kritische Aufarbeitung der Geschichte der Medizin im Faschismus, für eine menschenwürdige medizinische Versorgung von Geflüchteten, für eine Rekommunalisierung der Krankenhäuser oder die Überwindung der Unterfinanzierung von Bildungs- und Gesundheitswesen.

Dieses Engagement ist uns alltägliche und sehr menschliche Angelegenheit. Jede:r ist herzlich eingeladen, dabei mitzutun.

Radikal sein ist die Sache an der Wurzel fassen. Die Wurzel für den Menschen ist aber der Mensch selbst.“ (K. Marx, „Einleitung zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie“, 1844)

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